‘... Die Stimmung im Publikum war super gut, aufgeheizt waren viele noch von der vorherigen Showgruppe Vapid Superior, die mit ihrem Stück wohl den Kern der Besucher getroffen haben.’ ‘Da wir die Showgruppe auf der Animuc 2015 leider verpasst hatten, nutzten wir die Gelegenheit auf der Hanami, um ihr aktuelles Stück anzuschauen. Vapid Superior hat sich diesmal für einen Auftritt zur japanischen Visual-Novel Reihe Uta no Prince-sama ausgedacht. Bei dem Titel handelt es sich um ein Otome Game (Dating Sim Game), das für die Playstation Portable produziert wurde. Zudem wurde der Titel aber auch unter anderem als Anime und Manga adaptiert. Die Showgruppe benannte ihr Stück dann aber doch ein bisschen anders und das sorgte für das kleine gewisse Extra: ‘Uta no Gay-sama’. Wie der Name bereits vermuten lässt, wurden einige, bei den Fans beliebte Parings der Protagonisten ins Szene gesetzt, jedoch alles mit einer guten Portion Witz und Charme. Einzelne Tanzszenen lockerten die Geschichte auf und in den kurzen Umbauphasen auf der Bühne wurden auf der Leinwand selbstgedrehte Werbespots der Showgruppe gezeigt. Natürlich alles in den Kostümen des Bühnenstücks. Die Werbespots waren wirklich lustig und die kleinen Pausen deshalb kaum wahrgenommen; wenn überhaupt wünschte man sich mehr davon! Die Story des Auftritts beschreibt die Showgruppe so: ‘Hey! Habt ihr schon das neueste auf Twitter über STARISH gehört?!’ Kaum am Showbizhimmel angekommen, bricht Drama aus. Angeblich wollen sie sich wieder trennen! Dabei hat Shining-Saotome sie doch zu einem Auftritt auf dem Schulfest verpflichtet. Zerbricht nun alles?’ Auch wenn wir den Original-Titel nicht kennen, uns hat das Stück auch ohne Kenntnisse sehr gefallen. Es ist generell immer positiv, wenn der Zuschauer kein Insiderwissen braucht, um ein Auftritt zu verstehen oder zu genießen. Gut gemacht! Wir schauen sicher auch das nächste Stück!’ ‘Zu den Highlights gehörten hier beispielsweise die Comedyeinlagen des Schweizers Shinji Schneider, die komödienhafte Realisierung des Anime ‘Uta no Prince-sama’ als ‘Uta no Gay-sama’ durch die virtuose Anime- Schauspielgruppe ‘Vapid Superior’ oder der Ludwigshafener Vorentscheid für die hochdotierte Deutschen Cosplaymeisterschaft (DCM) mit Finale auf der Frankfurter Buchmesse im Oktober des Jahres. Wer hier nicht auf seine Kosten gekommen ist, dem war einfach nicht zu helfen.’ ‘Direkt im Anschluss ging es weiter mit Vapid Superior, die unter dem Motto ‘Uta no Gay-sama! Still loading... 0%’ ein Stück angelehnt an das Otome-Game/Visual Novel Uta no Prince-sama. Die witzige Story rund um die Boy-Group Starish und deren kleineren Reibereien untereinander wurde aufwendig und mit einigen Kostümwechsel präsentiert. Besonderheit des Auftritts waren immer wieder eingeblendete Videos, die entweder die Story weitererzählten (und die Mitglieder Zeit zum Umziehen hatten) oder wirklich urkomisch Werbespots parodieren. Da sich die Geschichte ja rund um eine Musikgruppe dreht bekamen wir jede Menge coole Songs und gut choreografierte Tanzparts. Einfach eine starishe Show!’ ‘Die wohl kleinste Showgruppe, die wir bislang angeschaut haben. Mit sieben Mitgliedern auf der Bühne und zwei, die für Technik etc zuständig sind, hat sich Vapid Superior in diesem Jahr dem Stück Ghibli verschrieben. Die süße kleine Geschichte findet ihren Anfang in einem Zirkus, geleitet vom eingebildeten Hauro. Haku flieht vor Yubaba und findet sich in eben diesem Zirkus wieder, auf der Suche nach einem Teil seines Herzens, einer Erinnerung, die er vergessen hat.’ ‘Die nächste Showgruppe am Start war ‘Vapid Superior’ mit dem Stück ‘Ghibli - Cirque de la Défaillance Pompeuse’. Hinter diesem pompösen Namen verbarg sich ein Crossover-Stück aus verschiedenen Ghibli-Filmen wie ‘Chihiros Reise ins Zauberland’, ‘Prinzessin Mononoke’ und ‘Kikis kleiner Lieferservice’. Shizuku aus dem Film ‘Stimme des Herzens’ schreibt die Geschichte, in der der arme Haku auf der Flucht vor Yubaba in den Zirkus gerät, in dem Hauro, Kiki, Arietty und San ihre Künste zum Besten geben. Das zweite Stück der Gruppe, die seit 2013 auftritt, bot sehr schöne Bilder, gelungene Cosplays und Musical-Einlagen der Extraklasse. Besonders witzig waren viele Anspielungen an weitere Ghibli- und Nicht-Ghibli-Filme. Die Handlung selbst war dafür etwas enttäuschend, denn wer die Filme gut kennt, wird feststellen, dass die Figuren teilweise recht frei interpretiert wurden. Für die Gags und liebevollen Bühnenbilder lohnt es sich dennoch, das Stück zu sehen. Wer mehr über Vapid Superior erfahren möchte ist also herzlich eingeladen, ihre Website vapidsuperior.de zu besuchen. Der nächste Auftritt wird übrigens auf der WIE.MAI.KAI sein.’ ‘Anschließend kommt Vapid Superior kurz vor 15 Uhr auf die Bühne und es wird uns eine spannende Geschichte erzählt, in der wir auf bekannte Gesichter aus ‘Das wandelnde Schloss’, ‘Prinzessin Mononoke’ und ‘Kikis kleiner Lieferservice’ stoßen. Das Bühnenstück überrascht mit einem anderen Ablauf, so ist eine Autorin auf der Bühne, die eine Geschichte live schreibt, die wir bildlich miterleben. Interessant dabei ist, dass dadurch autorische Änderungen gespielt werden, teilweise selbst von den Charaktern selbst. Auch hier gefüllt uns die Idee und die Umsetzung, so dass auch die Show dem Zuschauer viel Spaß macht.’ ‘Weiter ging es um 13 Uhr mit Vapid Superior, die eine Premiere feierten: In ihrem von selbstgedrehten Videosequenzen unterstützten Bühnenstück führten sie verschiedene Charaktere der beliebten Studio Ghibli-Filme im sogenannten ‘Cirque de la Défaillance Pompeuse’ zusammen. Gekonnt kombiniert die Gruppe dabei eine interessante Story mit Tanz, (moderner) Musik und vereinzelten Kunststücken. Sogar für eine Prise Metahumor ist in Gestalt der selbst mitspielenden und in die Handlung eingreifenden ‘Autorin’ des Stücks gesorgt - Shizuku aus ‘Stimme des Herzens’! Auch einige überraschende Gastauftritte bekam das Publikum in dem kurzweiligen Stück zu sehen. Da verzeiht man doch gerne den ein oder anderen kurzen Texthänger bei Nebenrollen. Hintergrund: Haku aus ‘Chihiros Reise ins Zauberland’ ist auf der Flucht vor der Hexenmeisterin Yubaba. Er ahnt nicht, dass sein Entkommen ihn die Erinnerung an seine Retterin Chihiro gekostet hat. So treibt ihn ein unerklärliches Gefühl der Sehnsucht in den Zirkus, wo u.a. der Zirkusdirektor Hauro - stets in Sorge um seinen Schönheitsschlaf - und die talentlose Wahrsagerin Kiki auf ihn warten. Hinzu gesellen sich die magisch vergrößerte Arrietty und die gefürchtete Bestie des Zirkus - das Wolfsmädchen San aus ‘Prinzessin Mononoke’. Ob sie ihrem neuen Freund wohl im Kampf gegen Yubabas Schergen und bei der Wiedererlangung seiner Erinnerung helfen können...?’
‘Nun wurde die Zeit aber doch etwas eng, denn immerhin wollten wir pünktlich zum Auftritt von Vapid Superior, welche uns letztes Jahr schon begeisterten. (...) Fast schon Convention-typisch begann der Auftritt von Vapid Superior nicht Programmheft-pünktlich und so durften wir noch den beiden Wochenend-Moderatorinnen lauschen, die erfrischend und schlagfertig trotz Mikrofon- Ausfall die Zuschauer auf eine aufregende Hanami vorbereiteten. Und schon geht es los mit dem neuen Stück von Vapid Superior, welches im Universum von Black Butler spielt und im Großen und Ganzen eine Gut-Nacht-Geschichte darstellt welche Sebastian Ciel erzählt, nachdem die erste nicht ganz so spannend ausfällt. In der Geschichte geht es dann um eine einsame Königin, die nach dem Tod der restlichen Familie den Thron besteigen musste und immer noch besonders um ihren verlorenen Neffen Ciel trauert. Doch wie so oft ist nicht alles so wie es scheint, vor allem nicht das Augenscheinlichste. Die Geschichte, die durchaus melancholische und schwermutig anmutete wird sehr locker und witzig präsentiert, so dass sowohl Black Butler-Fans aufgrund der serientypischen Anspielungen, als auch Freunde von witzigen und dennoch anspruchsvollen Geschichten ihren Spaß haben werden. Selbst ein Song über das Schuhezubinden und der Song aus der Super-Perforator-Werbung werden perfekt eingebunden und wirken im Gesamten nicht zu albern. Der Auftritt ist eine Mischung aus Story-Teilen und Gruppentänzen, die die Geschichte weitererzählen oder bestimmte Themen daraus textlich vertiefen. Neben Witz, Action wird uns auch ein wenig Erotik geboten, die man so nicht unbedingt erwartet. Die aus Black Butler bekannten Charaktere erkennt man ohne Probleme anhand dem optischen Erscheinen und der charakterlichen Umsetzung wieder. Aber auch die anderen Charaktere fügen sich perfekt ins Gesamtbild ein. Und egal ob Ciel am Ende wie gewünscht einschläft oder nicht, Euch wird bestimmt bei der Geschichte kein Auge zufallen!’